Umami ist die herzhaft-vollmundige fünfte Geschmacksrichtung neben süß, sauer, salzig und bitter. Guter Matcha zeigt ein deutliches, angenehmes Umami.
Je höher der L-Theanin-Gehalt, desto ausgeprägter das Umami. Bittere, flache Pulver sind meist ein Zeichen niedriger Qualität.
Im Detail
Entdeckt und benannt wurde Umami 1908 vom japanischen Chemiker Kikunae Ikeda, der den Geschmack von Kombu-Algen auf Glutamat zurückführte. Im Tee entsteht der Eindruck vor allem durch Aminosäuren wie L-Theanin und Glutaminsäure, die sich bei beschattetem Anbau anreichern. Sensorisch beschreibt man Umami am besten als vollmundige, fast brühige Tiefe, die den Mund ausfüllt und lange nachklingt. Bei einer Matcha-Verkostung ist es das wichtigste Kriterium neben der Farbe: Spitzentees wirken dicht und rund, einfache Pulver dünn und eindimensional. Interessant ist das Zusammenspiel mit Milch, deren Proteine das Umami tragen und verlängern, weshalb ein guter Matcha Latte so befriedigend schmecken kann.
Worauf es ankommt
Auf dem Event
Am Tresen ist Umami das Wort, das Gästen den Unterschied erklärt, wenn sie zum ersten Mal wirklich guten Matcha probieren: nicht einfach grün und herb, sondern voll, rund und lang. Wer das einmal geschmeckt hat, versteht ohne weitere Argumente, warum die Bar auf zeremonielle Qualität besteht.
Häufige Fragen zu Umami
Wie erkenne ich Umami beim Probieren?
Achten Sie auf die Fülle im Mund und den Nachklang: Bleibt ein runder, leicht süßlich-herzhafter Eindruck stehen, ist das Umami. Endet der Schluck dünn oder kratzig, fehlt es.
Hat Kaffee auch Umami?
Kaffee lebt eher von Röstaromen, Säure und Süße. Ausgeprägtes Umami ist eine Spezialität von Tee, Brühen, gereiftem Käse und ähnlichen Lebensmitteln.
Kurz gefasst: Umami ist die tiefe, vollmundige Seite des Matchas und das ehrlichste Qualitätsmerkmal beim Probieren: Viel Umami bedeutet fast immer guten Tee.
Zur Einordnung
Dieser Begriff gehört zur Welt des Matchas und japanischen Tees, dem Herzstück der Femio Bar. Vom Anbau unter Schattennetzen bis zur richtigen Zubereitung mit dem Bambusbesen entscheiden hier viele kleine Faktoren darüber, was am Ende im Glas leuchtet und wie es schmeckt.
Aus der Praxis der Femio Bar lässt sich die Matcha-Welt auf wenige Grundsätze verdichten: Qualität beginnt im Teegarten und lässt sich an Farbe und Duft ablesen, lange bevor jemand kostet. Die Zubereitung folgt einfachen, aber festen Regeln, gesiebtes Pulver, temperiertes Wasser, zügiges Aufschlagen, und belohnt Sorgfalt sofort im Glas. Wer diese Grundlagen respektiert, bekommt aus zwei Gramm Pulver ein Getränk, das pur überzeugt und in jedem Milch- oder Fruchtdrink die Hauptrolle behält. Genau deshalb steht die Zubereitung bei Femio sichtbar am Tresen, gutes Handwerk verträgt Publikum.
Dieser Eintrag ist Teil des Femio Glossars mit 100 Begriffen rund um Matcha, Kaffee, Drinks und Event-Catering. Alle Erklärungen sind bewusst kompakt gehalten und aus der Praxis der mobilen Bar geschrieben, damit Gastgeber, Planerinnen und Neugierige schnell finden, was sie wirklich wissen wollen.
Verwandte Begriffe im Überblick
Catechine
Catechine sind sekundäre Pflanzenstoffe im Grüntee mit antioxidativer Wirkung. Da beim Matcha das ganze Blatt getrunken wird, nimmt man deutlich mehr davon auf als bei aufgegossenem Tee.
Koffein im Matcha
Eine Portion Matcha enthält je nach Dosierung etwa 60 bis 80 Milligramm Koffein und liegt damit zwischen Espresso und Filterkaffee. Durch das L-Theanin setzt die Wirkung sanfter ein und hält länger an.
Matcha Latte
Ein Matcha Latte kombiniert aufgeschlagenen Matcha mit warmer oder kalter Milch. Die Balance aus herbem Tee und cremiger Milch macht ihn zum beliebtesten Matcha-Drink überhaupt.
Iced Matcha
Iced Matcha ist frisch aufgeschlagener Matcha auf Eis, pur mit Wasser oder mit kalter Milch. Auf Sommerevents ist er der meistbestellte Drink an der Bar.
Matcha Strawberry
Matcha Strawberry ist ein geschichteter Drink aus Erdbeerpüree, Milch und frisch aufgeschlagenem Matcha. Die rot-weiß-grünen Schichten machen ihn zum fotogensten Getränk der Karte.