Matcha & Tee

Culinary Grade

Culinary Grade ist Matcha in Kochqualität für Gebäck, Eis oder stark gesüßte Getränke. Er ist kräftiger und bitterer als zeremonielle Qualität.

Für feine Drinks ist Culinary Grade nur bedingt geeignet, weil die Bitterkeit durchschlägt. In Backwaren ist er dagegen die richtige Wahl.

Im Detail

Kochqualitäten stammen meist aus späteren Ernten und dürfen auch gröbere Blattanteile enthalten. Das macht sie günstiger und geschmacklich robuster, was beim Backen sogar erwünscht ist: In einem Matcha-Cheesecake oder einem Gebäck muss sich der Tee gegen Butter, Zucker und Mehl durchsetzen, wofür ein kräftiges, leicht herbes Profil ideal ist. Innerhalb der Kochqualitäten gibt es weitere Abstufungen, oft als Premium, Café oder Ingredient Grade bezeichnet. Für Smoothies und stark gesüßte Mischgetränke reicht ein guter Café Grade, im puren Drink zeigt er jedoch schnell seine Grenzen. Wer beides anbieten will, fährt mit zwei Qualitäten im Haus am besten.

Worauf es ankommt

Ideal für Gebäck, Eis und Desserts mit viel Süße
Späte Ernten machen ihn günstiger und herber
Im puren Drink schmeckt man die Grenzen sofort
Zwei Qualitäten im Haus decken Küche und Bar sauber ab

Auf dem Event

Auf Events hat Culinary Grade seinen Platz dort, wo Matcha als Aroma auftritt statt als Hauptdarsteller, etwa in einem Dessertbuffet oder als Topping-Staub auf süßen Drinks. Hinter der Bar selbst bleibt er bei Femio außen vor, weil dort jede Schale pur bestehen muss, bevor Milch oder Püree dazukommen.

Häufige Fragen zu Culinary Grade

Kann ich Culinary Grade mit viel Zucker trinkbar machen?

Möglich ist es, aber das Ergebnis schmeckt nach Zucker mit Grünteenote statt nach Matcha. Für Trinkqualität ist besserer Tee der ehrlichere Weg als mehr Sirup.

Warum ist Culinary Grade so viel günstiger?

Spätere Ernten, weniger Beschattungsaufwand und schnellere Verarbeitung senken die Kosten deutlich. Für Back- und Kochzwecke ist das völlig in Ordnung.

Kurz gefasst: Culinary Grade ist der Arbeits-Matcha für Küche und Backstube: kräftig, günstig und im Teig genau richtig, im puren Glas jedoch fehl am Platz.

Zur Einordnung

Dieser Begriff gehört zur Welt des Matchas und japanischen Tees, dem Herzstück der Femio Bar. Vom Anbau unter Schattennetzen bis zur richtigen Zubereitung mit dem Bambusbesen entscheiden hier viele kleine Faktoren darüber, was am Ende im Glas leuchtet und wie es schmeckt.

Aus der Praxis der Femio Bar lässt sich die Matcha-Welt auf wenige Grundsätze verdichten: Qualität beginnt im Teegarten und lässt sich an Farbe und Duft ablesen, lange bevor jemand kostet. Die Zubereitung folgt einfachen, aber festen Regeln, gesiebtes Pulver, temperiertes Wasser, zügiges Aufschlagen, und belohnt Sorgfalt sofort im Glas. Wer diese Grundlagen respektiert, bekommt aus zwei Gramm Pulver ein Getränk, das pur überzeugt und in jedem Milch- oder Fruchtdrink die Hauptrolle behält. Genau deshalb steht die Zubereitung bei Femio sichtbar am Tresen, gutes Handwerk verträgt Publikum.

Dieser Eintrag ist Teil des Femio Glossars mit 100 Begriffen rund um Matcha, Kaffee, Drinks und Event-Catering. Alle Erklärungen sind bewusst kompakt gehalten und aus der Praxis der mobilen Bar geschrieben, damit Gastgeber, Planerinnen und Neugierige schnell finden, was sie wirklich wissen wollen.

Verwandte Begriffe im Überblick

Chasen (Bambusbesen)

Der Chasen ist ein aus einem einzigen Stück Bambus geschnitzter Besen mit bis zu 120 feinen Borsten. Mit ihm wird Matcha klumpenfrei und schaumig aufgeschlagen.

Chashaku (Bambuslöffel)

Der Chashaku ist ein schmaler, gebogener Bambuslöffel zum Dosieren von Matcha. Ein bis zwei Löffel entsprechen etwa der üblichen Portion von rund zwei Gramm.

Chawan (Matcha-Schale)

Die Chawan ist die breite Keramikschale, in der Matcha aufgeschlagen und traditionell auch getrunken wird. Ihre Form gibt dem Besen Raum für schnelle Bewegungen.

Usucha

Usucha ist die dünn angerührte, leicht schaumige Standardform des Matchas mit etwa zwei Gramm Pulver auf 60 bis 80 Milliliter Wasser.

Koicha

Koicha ist die dickflüssige Variante des Matchas mit etwa doppelt so viel Pulver bei weniger Wasser. Sie wird eher geknetet als geschlagen und wirkt fast sirupartig.

Vom Lesen zum Probieren

Holen Sie sich die Bar zu Ihrem Event, frisch aufgeschlagen statt nachgelesen.